Mehr als 30 Jahre pflegte die Gemeinde Ahnsbeck eine vorbildliche Patenschaft zu den Soldaten des Panzerartilleriebataillons 335 in Dedelstorf. Auch wenn nach Auflösung des Standortes Dedelstorf und der dadurch offiziellen Beendigung der Patenschaft im Jahr 1993 die offiziellen Aktivitäten eingestellt worden sind, so beendete dieses aber nicht die gegenseitigen gewachsenen und sehr freundschaftlichen Kontakte.
Nun feiern die Ahnsbecker mit dem Schützenvereines Ahnsbeck von 1710/1876 e.V. in diesem Jahr, dass vor 300 Jahren in Ahnsbeck die ersten Schützen freiwillig zusammen kamen, um ein Scheibenschießen zu veranstalten.
Dieses war den Angehörigen der Traditionsgemeinschaft Standort Dedelstorf Anlass genug einen Wanderpokal zu stiften und die Schützen einzuladen, diesen gemeinsam in Ahnsbeck auszuschießen. Es wurde ein spannender Wettkampf in einer lockeren, erwartungsvollen Stimmung. Die Ahnsbecker Gruppe innerhalb der Traditionsgemeinschaft, zur Zeit 14 Mann stark, hatte Verstärkung aus Dedelstorf bekommen, allen voran der 2. Vorsitzende der Traditionsgemeinschaft und amtierender Bürgermeister von Dedelstorf Klaus Knühmann.
Nach einer launigen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Schützenvereins Harry Opel, wurde der Wettkampf, gut organisiert von Reinhard Meister mit Unterstützung von Heinz Schütte, durchgeführt. Auch das leibliche Wohl kam dabei nicht zu kurz, an einen kleinen Imbiss hatte man ebenfalls gedacht.
Nach zwei Stunden spannenden Wettkampfes auf dem KK-Stand konnte das Ergebnis durch den stellvertretenden Oberschießwart Reinhardt Meister bekannt gegeben werden. Es lautete 467 Ringe für die Ahnsbecker Schützen und 465 Ringe für die Traditionsgemeinschaft, die sich damit knapp geschlagen geben mußte.
Klaus Knühmann übergab den Pokal an die Ahnsbecker. Er hielt einen kleinen Rückblick auf die vergangene Patenschaft, wies auf das Dedelstorfer Museum in der Richthofenkaserne hin und lud zu einer Besichtigung ein.
Zu der gelungenen Veranstaltung fand er anerkennende Worte, nicht ohne anzumerken, das es ja ein Wanderpokal sei und der Ehrgeiz natürlich groß sei, diesen im nächsten Jahr wieder nach Dedelstorf zu holen.
Als er sich schon wieder setzen wollte wartete für ihn eine Überraschung. Der ehemalige Spieß der Patengemeinde Ahnsbeck, Heinz Schütte überreichte ihm mit launigen Worten eine original Schutz- und Sonnenbrille der Bundeswehr aus dem Jahr 1966 als "Auszeichnung" für den schwächsten Schützen an diesem Abend.
Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese in Zukunft vielleicht für einen besseren Durchblick sorgen könnte.
In dem nachfolgenden Stündchen oder auch zwei, hatte man sich viel zu erzählen und angeregt durch den Vorsitzenden des Schützenvereins, erklang nach langer Zeit mal wieder das vertraute „ gut Ziel- zu gleich“.
Text: Heinz Schütte Bilder: Meinhard Günther
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